Vereinssatzung

Eltern-Verein zur Förderung der Integration Spanisch sprechender Kulturen in Stuttgart,  sowie zur Unterstützung einer bilingualen spanisch-deutschen Erziehung

Punto de Encuentro e.V. www.Punto-de-encuentro.net

Satzung des Vereins „Punto de Encuentro“ e.V.

§1 Name und Sitz

(1)   Der Verein trägt den Namen „Punto de Encuentro e.V.“

(2)   Er hat seinen Sitz in Stuttgart

(3)   Er ist in das Vereinregister des Amtgerichtes in Stuttgart eingetragen.

(4)   Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck

(1)   Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung 1977 (§§51 ff AO) in der jeweils gültigen Fassung.

(2)   Der Verein verfolgt folgende Zwecke:

(a)    die Förderung der Bildung und Erziehung und die Förderung der Völkerverständigung.

(b)    Die Schaffung eines Treffpunktes für Familien und Durchführung von Aktivitäten in spanischer Sprache.

(c)   Eine erfolgreiche Integration Spanisch sprechender Kindern ins deutsche Bildungssystem ermöglichen.

(d)   Eine qualitativ hochwertige, bilinguale deutsch-spanische Erziehung beginnend im Kleinkindalter, in allen Altersklassen des deutschen Bildungssystems fördern.

(e)   Möglichkeiten schaffen, dass Kinder sowohl die deutsche als auch die spanische oder die lateinamerikanische Kultur kennen lernen, diese als Teil ihrer Identität annehmen und die bilingualen Kenntnisse als normal empfinden.

(3)   Daraus leiten sich als weitere Ziele die Vermittlung und die Aufrechterhaltung des sprachlichen und kulturellen Erbes spanischsprachiger Länder in Stuttgart ab.

(4)   Der Verein erreicht seine kulturellen und erzieherischen Ziele insbesondere durch

(a)   Zusammenarbeit mit Institutionen für:

  • die Eröffnung und Erhaltung einer bilingualen spanisch-deutschen Betreuung.
  • Die Einrichtung eines Modells für bilingualen Unterricht in zumindest einer Grundschule in Stuttgart mit zugehörigem Hort.

(b)   Ein direktes Angebot an spielerischen und erzieherischen Aktivitäten für Eltern und Kinder.

§3 Selbstlosigkeit

(1)   Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2)   Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(3)   Die Mietglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keinen Anteil des Vereinvermögens.

(4)   Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(5)   Im Ausnahmefall kann der Vorstand entscheiden, dass ein Mitglied für die Erbringung einer  außerordentlichen Leistung eine Aufwandsentschädigung erhält.

§4 Mitgliedschaft

Es gibt zwei Formen der Mitgliedschaft: Die Vollmitgliedschaft sowie die Fördermitgliedschaft.

(1)   Vollmitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden,  die Bereitschaft erklärt, an der Erreichung der Vereinsziele mitzuwirken.

(2)   Fördermitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die die Zwecke des Vereins unterstützt.

(3)   Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu stellen, der über den Antrag entscheidet. Bei einer Ablehnung seiner Aufnahme hat der Bewerber das Recht, innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Mitteilung der Ablehnung an den Antragsteller, die nächste Mitgliederversammlung anzurufen, die über das Aufnahmebegehren mit Zweidrittelmehrheit entscheidet. Mit der Aufnahmebestätigung in den Verein erhält das Mitglied ein Exemplar der Vereinssatzung.

§5 Beendigung der Mitgliedschaft

(1)   Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod (bzw. bei juristischen Personen durch deren Auflösung).

(2)   Der Austritt eines Mitglieds ist nur zum Quartalsende möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen.

(3)   Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Dem Mitglied muss vor Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. Stellungnahme gegeben werden. Das Mitglied hat das Recht, innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Mitteilung der Ausschließung, die nächste Mitgliederversammlung anzurufen, die über die Wiederaufnahme mit Zweidrittelmehrheit entscheidet.

§6 Beiträge

(1)   Die Höhe des Mitgliederbeitrages wird durch die Mitgliederversammlung allgemein verbindlich festgesetzt.

(2)   Der Jahresbeitrag ist mit Beginn der Mitgliedschaft fällig, in der Folge jeweils zum Beginn des Geschäftsjahres.

(3)   Mitglieder können wegen besonderer Verhältnisse zeitweilig durch den Vorstand mit Beschluss der einfachen Mehrheit des Vorstandes von der Beitragspflicht ganz oder teilweise befreit werden.

(4)   Eine unterschiedliche Beitragsregelung für aktive wie fördernde Mitglieder ist möglich, sofern eine Differenzierung in § 4 vorgenommen wird.

§7 Organe

Organe des Vereins sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand

§8 Mitgliederversammlung

(1)   Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Sie wird in der Regel vom Vorstand geleitet.

(2)   Die Mitgliederversammlung besteht aus den anwesenden, stimmberechtigten Mitgliedern des Vereins.

(3)   Die Mitgliederversammlung stellt die Richtlinien für die Arbeit des Vereins auf und entscheidet über Fragen von grundsätzlicher Bedeutung.

(4)   Zur Mitgliederversammlung wird der Vorstand unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung mindestens zwei Wochen vorher schriftlich einladen. Sie tagt so oft es erforderlich ist, in der Regel einmal im Jahr.

(5)   Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder diese unter Angabe von Gründen schriftlich mit Unterschrift verlangen. Sie muss längstens fünf Wochen nach Eingang des Antrags auf schriftliche Berufung tagen.

(6)   Der Mitgliederversammlung sind die Jahresabrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und Entlastung des Vorstandes vorzutragen.

(7)   Die Mitgliederversammlung entscheidet ferner insbesondere über

  1. Satzungsänderungen
  2. Auflösung des Vereins
  3. Aufgaben des Vereins
  4. Den jährlichen Vereinshaushalt
  5. Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich
  6. Festsetzung des Beitrags (siehe § 6.1)
  7. Wahl der Vorstandsmitglieder
  8. Entgegennahme des Tätigkeits- und Kassenberichtes
  9. Genehmigung der Jahresabrechnung
  10. Entlastung von Vorstand und Kassenführung
  11. Aufhebung der Mitgliedschaft
  12. Beschlussfassung über allgemeine Anträge

(8)   Die satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung wird als beschlussfähig anerkannt, wenn mindestens die Hälfte aller Vollmitglieder anwesend oder vertreten ist. Bei Beschlussunfähigkeit wird nach Ablauf einer Stunde die Mietgliederversammlung –in einer zweiten Einberufung- mit den anwesenden Vereinsmitglieder eröffnet und ist dann beschlussfähig.

(9)   In der Mitgliederversammlung hat jedes volljährige Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen; ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als eine fremde Stimme vertreten.

(10)Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, Stimmenenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

(11)Die Mitgliederversammlung stimmt durch Handzeichen ab;  die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte den Vorstand in geheimer Wahl.

(12)Über die Beschlüsse und, soweit zum Verständnis über deren Zustandekommen erforderlich, auch über den wesentlichen Verlauf der Verhandlung, ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie wird vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterschrieben. Der Protokollführer wird zu Beginn der Versammlung bestimmt.

(13) Die Mitgliederversammlung wählt für die gleiche Amtsdauer wie die des Vorstandes zwei Kassenprüfer.

§ 9  Vorstand

(1)   Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister, dem Schriftführer sowie einem weiteren gewählten Vorstandsmitglied (Beisitzer).

(2)   Für die Wahl des Vorstandes wird ein Wahlleiter gewählt.

(3)   Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins, soweit sie nicht Dritten übertragen sind. Im Einzelnen:

a)     Beratung über den Stand und die Planung der Arbeit

b)     Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung

c)     Verwaltung des Vereinsvermögens

d)     Vorbereitung der Mitgliederversammlungen und Aufstellung der Tagesordnungen.

e)     Einberufung der Mitgliederversammlungen

f)      Erstellung eines Wirtschafts- und Investitionsplans

g)     Vorgabe der Geschäftsordnung für Vereinseinrichtungen

h)     Erstellung des Jahresabschlussberichts

i)      Führung eines Mitgliedsregisters

j)      Sonstige Aufgaben

(4)   Der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende, der Schatzmeister und der Schriftführer, (mindestens jeweils 2 davon gemeinsam,  darunter immer entweder der 1. oder der 2. Vorsitzenden) vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des § 26 BGB. Für das Innenverhältnis wird bestimmt, dass die 2. Vorsitzende nur tätig werden soll, wenn der 1. Vorsitzende verhindert ist. Der Verhinderungsfall braucht Dritten gegenüber nicht nachgewiesen werden.

(5)   Der Vorstand soll in der Regel monatlich tagen. Der Vorstand hat ein Quorum, wenn vier Vorstandsmitglieder anwesend sind, darunter immer der 1. oder 2. Vorsitzende. Die Vorstandsitzungen werden mit einer Frist von ein bis zwei Wochen schriftlich einberufen. Die Vorstandsitzungen werden von 1.Vorsitzenden geleitet.

(6)   Der Vorstand fasst Beschlüsse mehrheitlich. Die Beschlüsse sind schriftlich zu protokollieren und von dem Vorstandsvorsitzenden zu unterzeichnen.

(7)   Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins.

(8)   Beschlüsse des Vorstandes können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn kein Vorstandsmitglied widerspricht.

(9)   Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit. Für die Kontinuität der Vorstandsarbeit ist es sinnvoll, wenn die ausscheidenden Vorstandsmitglieder dem neu gewählten Vorstand in der Anfangsphase ihrer Tätigkeit beratend zur Seite stehen.

§ 10 Amtsdauer des Vorstandes

Der Vorstand wird von der Mitgliederveresammlung für eine Dauer von zwei Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, gewählt; er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Scheidet ein Vorstand im Laufe der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen. Die Mitgliederversammlung kann Vorstandsmitglieder nach Anhörung und Stellungsnahme unter der Maßgabe einer anschließenden Neuwahl jederzeit mit Zweidrittelmehrheit der Stimmen abwählen.

§11  Beurkundung der Beschlüsse. 

Die in den Vorstandssitzungen und den Mitgliederversammlungen gefassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen. Diese Niederschriften sind von der Versammlungsleiterin oder dem Versammlungsleiter und dem oder der jeweiligen ProtokollantIn zu unterzeichnen.

§12 Satzungsänderungen

(1)   Für den Beschluss, die Satzung zu ändern, ist eine Dreiviertelmehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden. Die Einladung muss auch den neuen Wortlaut der geplanten Änderung erhalten.

(2)   Die Änderung des Vereinszweckes bedarf einer Dreiviertelmehrheit aller Vereinsmitglieder.

(3)   Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen.

§ 13 Auflösung des Vereins

(1)   Für den Beschluss zur Auflösung des Vereins ist eine Dreiviertelmehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesend Mitglieder erforderlich. Die Auflösung muss im Einladungsschreiben zu dieser Mitgliederversammlung angekündigt werden.

(2)   Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins nach Begleichung aller Forderungen und Verbindlichkeiten an die Katholische Kirche (zur Verwendung im Katholischen Pfarramt St. Fidelis, in der Seidenstraße 39, 70174 Stuttgart) die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtzwecke zu verwenden hat.

Stuttgart, 28. November 2010                                                …………………………………………

(Unterschrift)